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10. 6. 2015

Geh“ nicht nach El Kuwehd (Nechoď do El Kuwehd, 1956)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:45

Günter Eich. Původní rozhlasová hra. Režie Egon Monk.

Nastudoval RIAS Berlin v roce 1956. Premiéra 19. 9. 1956 (RIAS Berlin).

Alternativní název: Geh nicht nach El Kuwehd!

Podtitul: Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab .

Inhaltsangabe: Als Günter Eichs erstes Hörspiel „Geh nicht nach El Kuwehd“ 1950 urgesendet wurde, vermeinten die Kritiker und Eich-Kenner den ‚mythischen Schauer des Schicksals‘ verspürt zu haben. Das Hörspiel vom reichen Kaufmann Mohallab, der im Traum sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben verliert und sich, nach seinem Erwachen, in die Realität dieses Traumes begibt, deuteten sie als Eichs Botschaft von der Hilflosigkeit des Menschen gegenüber einem übermächtigen, unabwendbaren Schicksal. In den Zeiten der allgemeinen Tabuisierung der jüngsten Vergangenheit und, wie sich heute zeigt, verhängnisvollen Realität ist diese Interpretation Ausdruck ihrer Zeit. Aber sie ist falsch. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare (weil bequeme?) Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann Mohallab am Schluss des Hörspiels sagt: „Ich gehe“, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können.
„Als die eigentliche Sprache erscheint mir die, in der das Wort und das Ding zusammenfallen. Aus dieser Sprache, die sich rings um uns befindet, zugleich aber nicht vorhanden ist, gilt es zu übersetzen. Wir übersetzen, ohne den Urtext zu haben. Die gelungenste Übersetzung kommt ihm am nächsten und erreicht den höchsten Grad von Wirklichkeit.“ Dieser ‚höchste Grad von Wirklichkeit’, den Günter Eich als das Ziel schriftstellerischer Betätigung ansieht, ist ein Charakteristikum seiner Werke. Freilich handelt es sich nicht um eine Wirklichkeit, die die Umwelt nur widerspiegelt, sondern um die Darstellung einer von Raum und Zeit unabhängigen Welt, in der der Traum ebenso real ist wie die Wirklichkeit.
Für viele seiner Hörspiele wählte Eich den Orient als Schauplatz; so auch für „Geh nicht nach El Kuwehd“, ein legendenhaftes Hörspiel, in dem für den Kaufmann Mohallab Wirklichkeit Traum und Traum Wirklichkeit wird.

Lit.: anonym: Geh nicht nach El Kuwehd. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo). – Cit.: Geh nicht nach El Kuwehd! ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 21. Juli 1950 vom Radio München unter der Regie von Wilm ten Haaf gesendet wurde. Dieses meistinszenierte Hörstück des Autors erschien 1953 in der Sammlung „Träume. Vier Spiele“.

Getrieben vom Unbewussten geht ein reicher Mann wider alle Vernunft zweimal in den Tod. Eine Parabel kommt orientalisch gewandet daher. Mit dieser redet der Autor dem Hörer ins Gewissen: Fünf Jahre nach dem Kriegsende zählt materieller Besitz wiederum zu den unter Umständen rasch vergänglichen Gütern. Und die Relation Herr/Knecht kann sich in den Zeitläuften unvermittelt ins Gegenteil verkehren. (more…)

Geh“ nicht nach El Kuwehd (Nechoď do El Kuwehd, 1950)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:40

Günter Eich. Původní rozhlasová hra. Další tvůrci a interpreti nezjištěni.

Nastudovalo Radio Saarbrücken v roce 1950. Premiéra  7. 6. 1950.

Alternativní název: Geh nicht nach El Kuwehd!

Podtitul: Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab .

Inhaltsangabe: Als Günter Eichs erstes Hörspiel „Geh nicht nach El Kuwehd“ 1950 urgesendet wurde, vermeinten die Kritiker und Eich-Kenner den ‚mythischen Schauer des Schicksals‘ verspürt zu haben. Das Hörspiel vom reichen Kaufmann Mohallab, der im Traum sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben verliert und sich, nach seinem Erwachen, in die Realität dieses Traumes begibt, deuteten sie als Eichs Botschaft von der Hilflosigkeit des Menschen gegenüber einem übermächtigen, unabwendbaren Schicksal. In den Zeiten der allgemeinen Tabuisierung der jüngsten Vergangenheit und, wie sich heute zeigt, verhängnisvollen Realität ist diese Interpretation Ausdruck ihrer Zeit. Aber sie ist falsch. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare (weil bequeme?) Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann Mohallab am Schluss des Hörspiels sagt: „Ich gehe“, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können.
„Als die eigentliche Sprache erscheint mir die, in der das Wort und das Ding zusammenfallen. Aus dieser Sprache, die sich rings um uns befindet, zugleich aber nicht vorhanden ist, gilt es zu übersetzen. Wir übersetzen, ohne den Urtext zu haben. Die gelungenste Übersetzung kommt ihm am nächsten und erreicht den höchsten Grad von Wirklichkeit.“ Dieser ‚höchste Grad von Wirklichkeit’, den Günter Eich als das Ziel schriftstellerischer Betätigung ansieht, ist ein Charakteristikum seiner Werke. Freilich handelt es sich nicht um eine Wirklichkeit, die die Umwelt nur widerspiegelt, sondern um die Darstellung einer von Raum und Zeit unabhängigen Welt, in der der Traum ebenso real ist wie die Wirklichkeit.
Für viele seiner Hörspiele wählte Eich den Orient als Schauplatz; so auch für „Geh nicht nach El Kuwehd“, ein legendenhaftes Hörspiel, in dem für den Kaufmann Mohallab Wirklichkeit Traum und Traum Wirklichkeit wird.

Lit.: anonym: Geh nicht nach El Kuwehd. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo). – Cit.: Geh nicht nach El Kuwehd! ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 21. Juli 1950 vom Radio München unter der Regie von Wilm ten Haaf gesendet wurde. Dieses meistinszenierte Hörstück des Autors erschien 1953 in der Sammlung „Träume. Vier Spiele“.

Getrieben vom Unbewussten geht ein reicher Mann wider alle Vernunft zweimal in den Tod. Eine Parabel kommt orientalisch gewandet daher. Mit dieser redet der Autor dem Hörer ins Gewissen: Fünf Jahre nach dem Kriegsende zählt materieller Besitz wiederum zu den unter Umständen rasch vergänglichen Gütern. Und die Relation Herr/Knecht kann sich in den Zeitläuften unvermittelt ins Gegenteil verkehren. (more…)

Geh“ nicht nach El Kuwehd (Nechoď do El Kuwehd, 1950)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:34

Günter Eich. Původní rozhlasová hra. Režie Fränze Roloff.

Obsazení nezjištěno.

Nastudoval HR v roce 1950. Premiéra 29. 9. 1950 (hr). Repríza 22. 11. 1950.

Alternativní název: Geh nicht nach El Kuwehd!

Podtitul: Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab .

Inhaltsangabe: Als Günter Eichs erstes Hörspiel „Geh nicht nach El Kuwehd“ 1950 urgesendet wurde, vermeinten die Kritiker und Eich-Kenner den ‚mythischen Schauer des Schicksals‘ verspürt zu haben. Das Hörspiel vom reichen Kaufmann Mohallab, der im Traum sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben verliert und sich, nach seinem Erwachen, in die Realität dieses Traumes begibt, deuteten sie als Eichs Botschaft von der Hilflosigkeit des Menschen gegenüber einem übermächtigen, unabwendbaren Schicksal. In den Zeiten der allgemeinen Tabuisierung der jüngsten Vergangenheit und, wie sich heute zeigt, verhängnisvollen Realität ist diese Interpretation Ausdruck ihrer Zeit. Aber sie ist falsch. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare (weil bequeme?) Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann Mohallab am Schluss des Hörspiels sagt: „Ich gehe“, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können.
„Als die eigentliche Sprache erscheint mir die, in der das Wort und das Ding zusammenfallen. Aus dieser Sprache, die sich rings um uns befindet, zugleich aber nicht vorhanden ist, gilt es zu übersetzen. Wir übersetzen, ohne den Urtext zu haben. Die gelungenste Übersetzung kommt ihm am nächsten und erreicht den höchsten Grad von Wirklichkeit.“ Dieser ‚höchste Grad von Wirklichkeit’, den Günter Eich als das Ziel schriftstellerischer Betätigung ansieht, ist ein Charakteristikum seiner Werke. Freilich handelt es sich nicht um eine Wirklichkeit, die die Umwelt nur widerspiegelt, sondern um die Darstellung einer von Raum und Zeit unabhängigen Welt, in der der Traum ebenso real ist wie die Wirklichkeit.
Für viele seiner Hörspiele wählte Eich den Orient als Schauplatz; so auch für „Geh nicht nach El Kuwehd“, ein legendenhaftes Hörspiel, in dem für den Kaufmann Mohallab Wirklichkeit Traum und Traum Wirklichkeit wird.

Lit.: anonym: Geh nicht nach El Kuwehd. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo). – Cit.: Geh nicht nach El Kuwehd! ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 21. Juli 1950 vom Radio München unter der Regie von Wilm ten Haaf gesendet wurde. Dieses meistinszenierte Hörstück des Autors erschien 1953 in der Sammlung „Träume. Vier Spiele“.

Getrieben vom Unbewussten geht ein reicher Mann wider alle Vernunft zweimal in den Tod. Eine Parabel kommt orientalisch gewandet daher. Mit dieser redet der Autor dem Hörer ins Gewissen: Fünf Jahre nach dem Kriegsende zählt materieller Besitz wiederum zu den unter Umständen rasch vergänglichen Gütern. Und die Relation Herr/Knecht kann sich in den Zeitläuften unvermittelt ins Gegenteil verkehren. (more…)

Die Brandung vor Setubal (Příboj před Setubalem, 1960)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:26

Günter Eich. Původní rozhlasová hra.  Režie Albert Rösler.

Nastudoval SRG Zürich v roce 1960. Premiéra 16. 6. 1960 (SRG Zürich).

Text in: Günter Eich: Die Brandung vor Setúbal (1957). S. 305-342 in: Karl Karst (Hrsg.): Günter Eich. Die Hörspiele 2. in: Gesammelte Werke in vier Bänden. Revidierte Ausgabe. Band III. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ohne ISBN

Inhaltsangabe: Seit dreißig Jahren lebt die wunderliche Hofdame Dona Caterina in der Verbannung. Einsam sucht sie Trost im Rotwein und lauscht der Brandung von Setubal. Aber ihre Liebe zu dem portugiesischen Dichter Camoes hat den Tod des Geliebten überdauert, der vor zehn Jahren an der Pest gestorben ist. Er, der
sie in seinen Gedichten Natercia nannte, ist lebendig geblieben für diese Frau, die nicht an eindeutige Realitäten glauben will. So macht sie sich auf, sammelt Indizien für die Existenz Camoes‘ und stellt sie gegen die Beweise seines Todes. Als sie schon meint, gewonnen zu haben, greift die Pest auch nach ihr und bringt die Gewißheit. Der Tod ist eine Wirklichkeit, an der kein Zweifel möglich ist. Eich hat dem Hörspiel als Motto die Wendung „daran glauben müssen“ vorangestellt. Sterben und Glaubenmüssen bedingen sich. Erst die Wirklichkeit des Todes gibt uns Gewähr, daß unser Leben mehr ist als Täuschung.

Lit.: anonym: Die Brandung vor Setúbal. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo).- Cit.: Die Brandung vor Setúbal ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 2. Mai 1957 vom NDR, BR und hr unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn gesendet wurde.[1]  (more…)

Die Brandung vor Setubal (Příboj před Setubalem, 1958)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:24

Günter Eich. Původní rozhlasová hra.   Režie  Hermann Brix.

Nastudoval  ORF v roce 1958. Premiéra 18. 4. 1958 (ORF Tirol).

Text in: Günter Eich: Die Brandung vor Setúbal (1957). S. 305-342 in: Karl Karst (Hrsg.): Günter Eich. Die Hörspiele 2. in: Gesammelte Werke in vier Bänden. Revidierte Ausgabe. Band III. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ohne ISBN

Inhaltsangabe: Seit dreißig Jahren lebt die wunderliche Hofdame Dona Caterina in der Verbannung. Einsam sucht sie Trost im Rotwein und lauscht der Brandung von Setubal. Aber ihre Liebe zu dem portugiesischen Dichter Camoes hat den Tod des Geliebten überdauert, der vor zehn Jahren an der Pest gestorben ist. Er, der
sie in seinen Gedichten Natercia nannte, ist lebendig geblieben für diese Frau, die nicht an eindeutige Realitäten glauben will. So macht sie sich auf, sammelt Indizien für die Existenz Camoes‘ und stellt sie gegen die Beweise seines Todes. Als sie schon meint, gewonnen zu haben, greift die Pest auch nach ihr und bringt die Gewißheit. Der Tod ist eine Wirklichkeit, an der kein Zweifel möglich ist. Eich hat dem Hörspiel als Motto die Wendung „daran glauben müssen“ vorangestellt. Sterben und Glaubenmüssen bedingen sich. Erst die Wirklichkeit des Todes gibt uns Gewähr, daß unser Leben mehr ist als Täuschung.

Lit.: anonym: Die Brandung vor Setúbal. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo).- Cit.: Die Brandung vor Setúbal ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 2. Mai 1957 vom NDR, BR und hr unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn gesendet wurde.[1]  (more…)

Die Brandung vor Setubal (Příboj před Setubalem, 1957)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 11:04

Günter Eich. Původní rozhlasová hra. Hudba Johannes Aschenbrenner. Režie Fritz Schröder-Jahn.

Osoby a obsazení: Catarina de Ataide (Elisabeth Flickenschildt), Rosita, její panská (Gustl Halenke), Pedro, Catarinin sluha (Hermann Lenschau), Camoesova matka (Tilla Durieux), Ojao, sluha Camoesových (Eric Schildkraut), Felipe, hostinský (Josef Dahmen), paní hostinská (Charlotte Kramm),  hofmaršál (Gerhard Bünte).

Nastudoval  NDR/BR/HR v roce 1957 (75 min., mono). Premiéra 2. 5. 1957 (NDR, BR). Repríza 16. 12. 2007 (Deutschlandradio Kultur) v cyklu „Vor 50 Jahren“.. K poslechu zde.

Text in: Günter Eich: Die Brandung vor Setúbal (1957). S. 305-342 in: Karl Karst (Hrsg.): Günter Eich. Die Hörspiele 2. in: Gesammelte Werke in vier Bänden. Revidierte Ausgabe. Band III. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ohne ISBN

Inhaltsangabe: Seit dreißig Jahren lebt die wunderliche Hofdame Dona Caterina in der Verbannung. Einsam sucht sie Trost im Rotwein und lauscht der Brandung von Setubal. Aber ihre Liebe zu dem portugiesischen Dichter Camoes hat den Tod des Geliebten überdauert, der vor zehn Jahren an der Pest gestorben ist. Er, der
sie in seinen Gedichten Natercia nannte, ist lebendig geblieben für diese Frau, die nicht an eindeutige Realitäten glauben will. So macht sie sich auf, sammelt Indizien für die Existenz Camoes‘ und stellt sie gegen die Beweise seines Todes. Als sie schon meint, gewonnen zu haben, greift die Pest auch nach ihr und bringt die Gewißheit. Der Tod ist eine Wirklichkeit, an der kein Zweifel möglich ist. Eich hat dem Hörspiel als Motto die Wendung „daran glauben müssen“ vorangestellt. Sterben und Glaubenmüssen bedingen sich. Erst die Wirklichkeit des Todes gibt uns Gewähr, daß unser Leben mehr ist als Täuschung.

Lit.: anonym: Die Brandung vor Setúbal. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo).- Cit.: Die Brandung vor Setúbal ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 2. Mai 1957 vom NDR, BR und hr unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn gesendet wurde.[1]  (more…)

Geh“ nicht nach El Kuwehd (Nechoď do El Kuwehd, 1950)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 10:01

Günter Eich. Původní rozhlasová hra.

Osoby a obsazení: Mohallab (Hans Cossy), Welid (Wilfried Seyferth), Jezid (Carl Simon), služebná (Ingeborg Hoffmann), Omar (Paul Hoffmann), Trug (Hilde Sessak),  Saad (Harald Mannl), Schirin (Gisela Uhlen).

Nastudovalo Radio München. Premiéra 21. 7. 1950 (Radio München).

Alternativní název: Geh nicht nach El Kuwehd!

Podtitul: Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab .

Inhaltsangabe: Als Günter Eichs erstes Hörspiel „Geh nicht nach El Kuwehd“ 1950 urgesendet wurde, vermeinten die Kritiker und Eich-Kenner den ‚mythischen Schauer des Schicksals‘ verspürt zu haben. Das Hörspiel vom reichen Kaufmann Mohallab, der im Traum sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben verliert und sich, nach seinem Erwachen, in die Realität dieses Traumes begibt, deuteten sie als Eichs Botschaft von der Hilflosigkeit des Menschen gegenüber einem übermächtigen, unabwendbaren Schicksal. In den Zeiten der allgemeinen Tabuisierung der jüngsten Vergangenheit und, wie sich heute zeigt, verhängnisvollen Realität ist diese Interpretation Ausdruck ihrer Zeit. Aber sie ist falsch. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare (weil bequeme?) Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann Mohallab am Schluss des Hörspiels sagt: „Ich gehe“, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können.
„Als die eigentliche Sprache erscheint mir die, in der das Wort und das Ding zusammenfallen. Aus dieser Sprache, die sich rings um uns befindet, zugleich aber nicht vorhanden ist, gilt es zu übersetzen. Wir übersetzen, ohne den Urtext zu haben. Die gelungenste Übersetzung kommt ihm am nächsten und erreicht den höchsten Grad von Wirklichkeit.“ Dieser ‚höchste Grad von Wirklichkeit’, den Günter Eich als das Ziel schriftstellerischer Betätigung ansieht, ist ein Charakteristikum seiner Werke. Freilich handelt es sich nicht um eine Wirklichkeit, die die Umwelt nur widerspiegelt, sondern um die Darstellung einer von Raum und Zeit unabhängigen Welt, in der der Traum ebenso real ist wie die Wirklichkeit.
Für viele seiner Hörspiele wählte Eich den Orient als Schauplatz; so auch für „Geh nicht nach El Kuwehd“, ein legendenhaftes Hörspiel, in dem für den Kaufmann Mohallab Wirklichkeit Traum und Traum Wirklichkeit wird.

Lit.: anonym: Geh nicht nach El Kuwehd. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo). – Cit.: Geh nicht nach El Kuwehd! ist ein Hörspiel von Günter Eich, das am 21. Juli 1950 vom Radio München unter der Regie von Wilm ten Haaf gesendet wurde. Dieses meistinszenierte Hörstück des Autors erschien 1953 in der Sammlung „Träume. Vier Spiele“.

Getrieben vom Unbewussten geht ein reicher Mann wider alle Vernunft zweimal in den Tod. Eine Parabel kommt orientalisch gewandet daher. Mit dieser redet der Autor dem Hörer ins Gewissen: Fünf Jahre nach dem Kriegsende zählt materieller Besitz wiederum zu den unter Umständen rasch vergänglichen Gütern. Und die Relation Herr/Knecht kann sich in den Zeitläuften unvermittelt ins Gegenteil verkehren. (more…)

Geh“ nicht nach El Kuwehd (Nechoď do El Kuwehd, 1956)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 9:36

Günter Eich. Původní rozhlasová hra. Hudba Hans Engelmann. Režie Walter Knaus.

Osoby a obsazení: Mohallab (Peter Lühr), Welid (Jürgen Goslar), Jezid (Karl Bockx), Magd (Fränze Roloff), Omar (Kurt Lieck), Trug (Henny Schneider-Wenzel), Saad (Heinz Woester), Schirin (Dagmar Altrichter), Okba (Walter Richter).

Nastudoval Süddeutscher Rundfunk v roce 1956 (84 min., mono). Premiéra 6. 5. 1965 (SDR). Repríza 1. 10. 2011 (DLF). K poslechu zde.

Alternativní název: Geh nicht nach El Kuwehd!

Podtitul: Der zweifache Tod des Kaufmanns Mohallab .

Inhaltsangabe: Als Günter Eichs erstes Hörspiel „Geh nicht nach El Kuwehd“ 1950 urgesendet wurde, vermeinten die Kritiker und Eich-Kenner den ‚mythischen Schauer des Schicksals‘ verspürt zu haben. Das Hörspiel vom reichen Kaufmann Mohallab, der im Traum sein Vermögen, seine Geliebte und sein Leben verliert und sich, nach seinem Erwachen, in die Realität dieses Traumes begibt, deuteten sie als Eichs Botschaft von der Hilflosigkeit des Menschen gegenüber einem übermächtigen, unabwendbaren Schicksal. In den Zeiten der allgemeinen Tabuisierung der jüngsten Vergangenheit und, wie sich heute zeigt, verhängnisvollen Realität ist diese Interpretation Ausdruck ihrer Zeit. Aber sie ist falsch. Günter Eich hat sich in allen seinen Werken für den aktiven Widerstand gegen die Mächtigen, gegen den Schlaf der Gerechten, gegen die scheinbare (weil bequeme?) Ohnmacht der Machtlosen ausgesprochen. Wenn der Kaufmann Mohallab am Schluss des Hörspiels sagt: „Ich gehe“, unterwirft er sich nicht dem, irgendeinem Schicksal, sondern fordert es heraus, um sich als Mensch beweisen zu können. (more…)

Čajovna neslyší (2015)

Filed under: Radiodokument — Premek @ 9:13

Čajovna neslyší. O znakovém jazyce, jeho charakteristických rysech i zvláštnostech s Radkou Novákovou a Naďou Hynkovou Dingovou z Ústavu jazyků a komunikace neslyšících FF UK. Moderoval Pavel Sladký.

Účinkují host Radka Nováková  a tlumočnice Naďa Hynková Dingová.

Natočeno 2015. Premiéra 6. 6. 2015 (ČRo 3 Vltava, 23:15 h.).

Lit.: Sladký, Pavel: Čajovna neslyší aneb Posloucháte rozhlasové vysílání ve znakovém jazyce. In web ČRo 3 Vltava, červen 2015 (článek + video). – Cit.:  Znakový jazyk v rádiu. Nesmysl? Ne tak docela. Podívejte se na – pro hosty i moderátora v lecčems neobvyklý – rozhovor o (českém) znakovém jazyce. Hlavního hosta totiž neuslyšíte.

Radka Nováková (jako hlavní host) a Naďa Hynková Dingová (jako tlumočnice), obě z Ústavu jazyků a komunikace neslyšících FF UK mluví (a znakují) o znakovém jazyce, komunikaci s neslyšícími a o tlumočení, jak ho známe například z televizních obrazovek.Poslechněte si Čajovnu na téma znakový jazyk v sobotu 6. června od 23:15.

Čajovna neslyší. O znakovém jazyce, jeho charakteristických rysech i zvláštnostech s Radkou Novákovou a Naďou Hynkovou Dingovou z Ústavu jazyků a komunikace neslyšících FF UK. Moderoval Pavel Sladký.

Znak pro Barracka Obamu do češtiny přeložíme jako „výrazně odstávající ucho“  

Znakový jazyk není posunková řeč ani přeznakovaná čeština. Má Německo a Rakousko společný znakový jazyk, nebo odlišný? Existuje mezinárodní znakový jazyk? Jsou neslyšící jen jazyková, nebo i kulturní komunita? Jaký má znakový jazyk prostředky, které by se daly přirovnat k intonaci, důrazu apod.? Co jsou největší „tlumočnické oříšky“? Jak je to s vlastními jmény a cizími reáliemi v českém znakovém jazyce?  (more…)

Unterm Birnbaum (Pod hrušní, 1967)

Filed under: Cizojazyčné,Rozhlasové hry — Premek @ 9:05

Theodor Fontane. Rozhlasová adaptace Günter Eich.

Nastudoval  Österreichischer Rundfunk v roce 1967. Premiéra 13. 1. 1962 (ORF Tirol).

Lit.: anonym: Unterm Birnbaum. In web Wikipedia, b. d. (encyklopedické heslo). – Cit.: Unterm Birnbaum ist ein Hörspiel von Günter Eich nach Theodor Fontanes gleichnamiger Novelle. Die Ursendung im hr erfolgte am 3. September 1951 unter der Regie von Fränze Roloff.

Inhalt

Ein Küstriner Justizrat hat den Gastwirt Hradschek unter Mordverdacht verhaftet. Der Strafverfolgungsbeamte will dem Verschwinden des Herrn Szulski auf den Grund gehen. Dieser vermisste Herr hatte am 28. November 1831 im Auftrage der Krakauer Weinhandlung Olszewski, Goldschmidt & Sohn den Gastwirt Hradschek am Ort der Handlung, einer Gastwirtschaft in einem Dorf nahe der Oder, aufgesucht. Pferd und Wagen des Reisenden waren am nächsten Tag in der Oder aufgefunden worden. Unter anderen wird der Hausknecht Jakob von dem Justizrat verhört. Jakob hatte von dem in der zeitigen Frühe abreisenden Herrn Szulski ein Trinkgeld bekommen. Die Umstände der Abreise waren dem Knecht merkwürdig vorgekommen. Szulski hatte geschwiegen, von Wuchs kleiner ausgesehen als sonst und war vermummt gewesen. Die 43-jährige Frau Ursel Hradschek war an jenem Morgen in der Nähe des Unglücksortes vom Nachtwächter Mewissen gesehen worden. Gegenüber dem Justizrat bestreitet sie die Behauptung Mewissens. Die alte Alwine Jeschke, eine Nachbarin Hradscheks, gibt zu Protokoll, der Wirt habe in der betreffenden Nacht so etwas wie eine Leiche unter seinem Birnbaum vergraben. Der Justizrat lässt graben. Der Totengräber fördert aber nur die Überreste eines Franzosen aus dem Jahr 1813 zu Tage. Hradschek, der erst seit 1821 in dem Dorf wohnt, muss aus dem Küstriner Gefängnis entlassen werden. (more…)

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