Režie Erika Runge.
Obsazení nezjištěno.
Natočeno SWF/NDR v roce 1968.
Pozn.: 1968, als im „Kursbuch“ und anderswo der Tod der Literatur eingeläutet wurde, geht Erika Runge mit Mikrofon und Tonbandgerät den Veränderungen im Ruhrgebiet nach. Als ihr Buch mit den transkribierten Tonbandprotokollen erscheint, schreibt Martin Walser im Vorwort: „Alle Literatur ist bürgerlich. Bei uns. Auch wenn sie sich noch so antibürgerlich gebärdet. Arbeiter kommen in ihr vor wie Gänseblümchen, Ägypter, Sonnenstaub, Kreuzritter, Kondensstreifen. Arbeiter kommen in ihr vor. Mehr nicht. Hier in diesem Buch kommen sie zu Wort. Wer diese Aussagen gelesen hat, wird sich wünschen, dass Erika Runge sich wieder auf den Weg macht mit ihrem Tonbandgerät, um weitere Bottrops aufzunehmen, weitere von böser Erfahrung geschärfte Aussagen, weitere Seufzer, Flüche, Sprüche und Widersprüche, weitere Zeugnisse einer immer noch nach minderem Recht lebenden Klasse.“ In ihrem Buch „Bottroper Protokolle“ ist zu lesen, was die Menschen im Ruhrgebiet Erika Runge aufs Band gesprochen hatten; in der SWF-Sendung sind diese Tonbänder zu hören, authentische Zeugnisse, Geschichten, in denen Geschichte sich dokumentierte. Gleichzeitig sind diese Tonbandprotokolle ein neues Kapitel nicht nur der Literaturgeschichte sondern auch des Hörspiels, des Original-Ton-Hörspiels. (anotace)
O autorce: Erika Runge: geboren 1939 in Halle/Saale, lebt in München. Sie ist Schriftstellerin, Regisseurin und Psychotherapeutin. In Saarbrücken, Paris, Berlin und München studierte sie Theaterwissenschaften, Romanistik und Kunstgeschichte. 1962 promovierte sie mit einer Arbeit über den literarischen Expressionismus. Die politisch engagierte Schülerin Egon Monks wurde später zu einer der bedeutenden Vertreterinnen des neuen deutschen Dokumentarfilms. Nach der Veröffentlichung der „Bottroper Protokolle“ nahm sie an Tagungen der „Gruppe 61“ teil.