Ludvík Aškenazy. Rozhlasová hra podle povídky Zmizel jako cukrář. Překlad Leonie Mann. Hudba Peter Sandloff. Režie Horst Loebe.
Osoby a obsazení: Albert (Günter Strack), Roškot (Hans Helmut Dickow), písař Klíma (Franz Kutschera), manželka velitele tábora (Renate Schroeter), tenor (Loren Driscoll), soprávn (Sylvia Stahlmann), mezzosoprán (Christa Emde), hlasy (Werner Eichhorn, Gerhard Retschy, Klaus Kuntze, Nikolaus Schilling, Uwe Koschel, Frank-Robert Schneider, Lars Doddenhof, Christiane Eisler a Jutta Schäfer).
Nastudovalo HR/RB v roce 1966. Premiéra 23. 5. 1966 (47 min.).
Pozn.: Weihnachten in einem Konzentrationslager; zwei Häftlinge, Roschkott und Albert, phantasieren mit knurrendem Magen von köstlichen Delikatessen, die sie gern essen würden: Kaviar, Boeuf Stroganoff, auch Apfelstrudel und slowakische Schinkennudeln; plötzlich gellen Pfiffe durch die Baracke, die ausgemergelten Männer werden zum Appellplatz getrieben; dort fragt man nach einem Konditor; Roschkott meldet sich, obwohl er Buchhändler von Beruf ist; er soll der naiven jungen Frau des Lagerkommandanten helfen, für das Weihnachtsmahl einen Biskuitkuchen zu backen; Frau Kommandantin ist nervös, sie wird einen Feinschmecker zu Gast haben, dabei hat sie noch nie etwas gebacken; Häftling Roschkott empfiehlt ihr, als Dessert Biskuit Oscar Wilde zu reichen; die junge Frau kann sich von der Lage des Häftlings keine Vorstellung machen, sie führt mit ihm eine normale Konversation; dem tschechischen Autor Ludvik Askénazy gelingt es, in seinem Hörspiel „Biskuit“ eine tödlich ernste politische und menschliche Situation in belanglosen, vordergründigen Dialogen darzustellen.